Anmeldung und Organisation

Mit Ausnahme der Notfallambulanz ist es erforderlich, dass der Patient eine Überweisung von einem Kassenarzt an die Ambulanz des Zentrums für Kinder und Jugendliche vorweist. Die Anmeldung für alle Nicht-Notfälle erfolgt an der Leitstelle des Zentrums für Kinder und Jugendliche werktags von 8.00–12.00 und 14.00– 18.00 Uhr. Außerhalb dieser Zeit findet die Anmeldung an der Notfall-Leitstelle ausschließlich für Notfälle statt.

Für Notfälle ist im Normalfall der ärztliche Notdienst zuständig, dessen Nummer in der Zeitung veröffentlicht wird oder bei der Rettungsleitstelle nachzufragen ist. Nur wenn der eigene Hausarzt und der Notdienst nicht erreichbar sind oder eine besondere Dringlichkeit besteht, kann ohne Überweisungsschein die Notfallambulanz des Zentrums für Kinder und Jugendliche an der Kreisklinik Altötting in Anspruch genommen werden. In der Regel wird die Untersuchung dann im Bereich des Zentrums für Kinder und Jugendliche, in der Notfall-Leitstelle oder auf der Kinderstation stattfinden und vom diensthabenden Arzt der Kinderabteilung wahrgenommen werden. Dieser Arzt ruft im Bedarfsfalle andere Spezialisten, wie z. B. den diensthabenden Chirurgen, HNO-Arzt, Urologen oder Röntgenarzt, hinzu.

Nach telefonischer Anmeldung oder im Notfall direkt beim Aufsuchen des Krankenhauses werden zunächst in der Regel (Ausnahme sind lebensbedrohliche Notfälle) die Personalien und Angaben zum Vorstellungsgrund erfragt.

Abb.: Zunächst erfolgt die Anmeldung zur Aufnahme der Patientendaten an der Leitstelle

Im Anschluss daran wird durch die aufnehmende Arzthelferin oder Schwester das Kind gemessen und gewogen.

Abb.: Bei der Untersuchung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist die Körpergrößeein wichtiges Maß zur diagnostischen Einordnung

Abb.: Das Wiegen gehört zur Vorbereitung der Untersuchung in der Ambulanz

Dies ist eine wichtige Maßnahme in der Ambulanz für Kinder und Jugendliche, weil u. a. zu verschreibende Medikamente in der Regel nach dem Gewicht dosiert werden. Weiterhin ist es für die Einschätzung des Gesundheitszustandes erforderlich, Gewichtsveränderungen oder Wachstumsabweichungen zu erfassen. Nach diesen organisatorischen Vorbereitungen wird der zuständige Arzt die Eltern nach der Krankheitsursache befragen und anschließend das Kind untersuchen. Falls zur Diagnosefindung oder zur Absicherung der Diagnose ergänzende Untersuchungen wie Blutentnahme, Urinuntersuchung, Ultraschalldiagnostik und andere erforderlich sind, werden diese anschließend durchgeführt.

Wenn die ergänzenden Untersuchungen erfolgt sind und die Ergebnisse vorliegen, wird ein therapeutischer Ratschlag gegeben. Dies kann die Mitgabe oder Rezeptur eines Medikamentes, der Verweis an den Hausarzt oder einen anderen Arzt sein, in seltenen Fällen auch die Empfehlung einer stationären Aufnahme.

In der Notfallambulanz bekommen die Eltern ein Schreiben an den Hausarzt mit. Bei zur ambulanten Untersuchung überwiesenen Patienten wird ein ausführlicher Arztbrief diktiert, der in der Regel innerhalb der nächsten 1–4 Wochen dem Hausarzt mit allen Informationen und Empfehlungen zugestellt wird. Der Arztbrief wird vor allem dann recht spät zugeschickt werden, wenn kompliziertere Laborergebnisse vor Erstellung des Briefes abgewartet werden müssen.



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