Ergotherapie

Heidrun Bubik, Friedhelm Busch, Renate Franzler, Katrin Mayringer, Margot Orichel, Julia Stadler

Überblick

Ergotherapie ist eine vom Arzt verordnete Heilmaßnahme (Heilmittel). Die Pädiatrie ist in der Ergotherapie ein umfangreiches Gebiet, in dem die unterschiedlichsten neurologischen, orthopädischen und psychiatrischen Diagnosen bei Kindern zur ergotherapeutischen Behandlung führen können. Sie verfolgt das Ziel dem Kind/Jugendlichen dabei zu helfen, eine durch Krankheit, Verletzung, Behinderung oder Entwicklungsstörung verloren gegangene bzw. noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben (wieder) zu erreichen.

Abb.: Handlungsfähigkeit als oberstes Ziel in der Ergotherapie

Im Verlauf des Lebens entwickelt und verändert sich die menschliche Handlungsfähigkeit. So können z. B. Entwicklungsstörungen, aber auch Über- oder Unterforderung durch die Umwelt die Handlungsfähigkeit eines Menschen beinträchtigen oder erschweren.

In Anlehnung an das Bieler Modell (1995 von einem Autorenteam an der Schule für Ergotherapie in Biel entwickelt) soll gezeigt werden, auf welche Grundlagen sich Ergotherapie in diesem Modell beruft. Unter Grundfunktionen sind Einzelfunktionen zusammengestellt, die in enger Wechselwirkung stehen. Isoliert sind diese Funktionen nicht erfassbar. Auch zwischen Verhaltensformen und Grundfunktionen besteht eine enge Wechselbeziehung. Es ist nicht möglich das eine ohne das andere zu erfassen und zu beeinflussen.

Das konkrete Verhalten eines Menschen in einer bestimmten Situation ist beobachtbar. Daraus können Rückschlüsse auf Grundfunktionen in den verschiedenen Bereichen gezogen werden.



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