Kinder- und Jugendgynäkologie

Treten bei den Untersuchungen des Kinderarztes Anhaltspunkte für eine Erkrankung des Genitales bei einem Mädchen auf, wird eine frauenärztliche Untersuchung notwendig, bei der allerdings die besonderen psychologischen und anatomischen Bedingungen beachtet werden müssen. Typische gynäkologische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sind:

Eierstockzysten

Zysten im Eierstock können bereits im Mutterleib durch die hormonale Stimulation in der Schwangerschaft auftreten. Sie müssen durch Ultraschall überwacht, in aller Regel aber nicht weiterbehandelt werden. Eine Operation ist lediglich bei bestimmten Komplikationen erforderlich.

Fremdkörper in der Vagina

Kleine Mädchen können unter Umständen bei der Entdeckung ihres eigenen Körpers Fremdkörper in die Scheide einführen. Neben Verletzungen kommt es dabei häufiger zu einer Infektion durch den in der Scheide liegenden Fremdkörper, die zu einem lästigen und riechenden Ausfluss führt. Die Diagnose wird durch eine Spiegelung der Scheide mit einem dünnen optischen Instrument gestellt. Sowohl die Diagnosestellung als auch insbesondere die Entfernung müssen dabei meist unter Narkose vorgenommen werden.

Hormonstörungen

Hormonale Störungen betreffen zum Teil auch die weiblichen Sexualhormone. So kommen insbesondere bei der zunehmenden Fettleibigkeit von Jugendlichen bestimmte hormonale Regulationsprobleme im Eierstock vor, deren frühzeitiges Erkennen und Behandeln späteren Folgen vorbeugen kann.

Schwangerschaft und Verhütung

In Deutschland nimmt die Zahl der ungewollten Teenagerschwangerschaften stetig zu. Eine Vorbeugung durch genaue Erläuterung der Verhütungsmöglichkeiten, aber auch der Gefahren des Sexualkontaktes - unter anderem auch sexuell übertragbarer Erkrankungen - kann deshalb erforderlich sein.



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