Jahr 1990

Im Jahr 1990 wurde vom Träger die Genehmigung einer neonatologischen Intensivstation beim Sozialministerium beantragt.

Die Genehmigung erfolgte mit Schreiben vom 17.04.91 für drei Plätze.

Abb.: Schreiben des Landrates, Herrn Seban Dönhuber, vom November 1990 und Antwort des Sozialministeriums vom 17.04.1991 zur Genehmigung einer neonatologischen Intensivstation

Damit wurden sowohl die personelle als auch die materielle Voraussetzung für diese sehr aufwändige Form der Pädiatrie ermöglicht. Nach der Genehmigung im Jahr 1991 waren umfangreiche Vorbereitungen erforderlich wie z. B. die Ausbildung und Schulung von Ärzten und Schwestern für die neonatologische Intensivstation oder Umbauarbeiten, die dann im Jahr 1992 erfolgten.

Neben der Kooperation mit der Geburtshilfe unter Leitung von Chefarzt Dr. Gastroph nahm auch die Kooperation mit der Urologie (Chefarzt Dr. Basting) und der Chirurgie (Chefarzt Professor Dr. Bauer) zunehmenden Raum ein. Auf der Basis einer kinderurologischen Ambulanz, die gemeinsam von Pädiatrie und Urologie seit 1985 betrieben wurde, nahm auch die stationäre Versorgung von kinderurologisch behandlungsbedürftigen Patienten zu.

Abb.: Chefarzt Dr. Basting bei der Untersuchung eines kinderurologischen Patientenin der Ambulanz

Die Kooperation mit der chirurgischen Abteilung verstärkte sich ebenso. Es bestand von Anfang an das Konzept, spezifische kinderchirurgische Fälle im gegenseitigen Einvernehmen an dafür spezialisierte Fachkliniken zu verlegen. Gleichwohl wurde im kinderchirurgischen Bereich auch ein Tätigkeitsfeld im Kreiskrankenhaus Altötting gesehen, was auch zunehmend wahrgenommen wurde und im Weiteren auch noch ausgebaut werden soll.

Die Diskussion um das Sozialpädiatrische Zentrum nahm im Jahr 1990 großen Umfang ein. Sehr früh wurde gemeinsam von Landratsamt, Krankenhaus und mir das Konzept verfolgt, ein Sozialpädiatrisches Zentrum unter Beteiligung sämtlicher Betroffener zu gründen. Deshalb wurden im Laufe des Jahres 1990 alle Organisationen und Ämter, die in der Behindertenhilfe tätig sind, vom damaligen Landrat Seban Dönhuber zu Sitzungen eingeladen. Die Diskussionen verliefen zum Teil durchaus kontrovers, was auch in der Presse zu verfolgen war. Schließlich kam man überein einen Verein zu gründen, um somit allen Beteiligten Mitspracherechte einzuräumen.

Intensiv unterstützt wurde die Gründung eines Sozialpädiatrischen Zentrums durch Herrn Dr. Rüdiger Umhau. Neben vielen anderen Aktivitäten schrieb er an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns am 25.09.1990: "Der Antrag des Landratsamtes Altötting auf Ermächtigung eines Sozialpädiatrischen Zentrums Ostbayern mit Verwaltungssitz in Altötting ist mir aus Kreistagssitzungen gut bekannt, da ich selbst als Kreisrat und Mitglied des Krankenhausausschusses für dieses Projekt gestimmt habe. Auch in meiner Funktion als KV-Obmann befürworte ich die Einrichtung dieses Sozialpädiatrischen Zentrums in Altötting (...)". Ein Akuteinsatz von Dr. Umhau während der laufenden Ermächtigungssitzung im Jahr 1991, als erhebliche Probleme auftraten, brachte dann die gewünschte Genehmigung.



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