Jahr 1994

Eine für die Pädiatrie bedeutsame Entwicklung des Jahres 1994 fand außerhalb der pädiatrischen Abteilung statt. In den Jahren zuvor wurde weltweit zunehmend die Kernspintomographie entwickelt.

Einige Bereiche der Röntgendiagnostik konnten dadurch strahlensparend ersetzt werden. Im Jahr 1994 wurde am KKH Alt-/Neuötting durch die Praxisgemeinschaft Dr. Hartmann/Dr. Seifried die Radiologieabteilung in Zusammenarbeit mit Chefarzt Dr. Grotemeyer umgebaut.

Ein Kernspintomograph und ein neues Szintigraphiegerät wurden installiert.

Außerdem wurde der Computertomograph durch einen Spiralcomputertomographen ersetzt, der in einem Bruchteil der Zeit die gleichen Untersuchungen leistet. Dies ist für die Pädiatrie gerade bei ungeduldigen Kindern ein äußerst wichtiges Kriterium.

Nicht nur die technischen Untersuchungen werden immer schneller, aussagekräftiger und exakter. Auch die Verweildauer der Patienten am Krankenhaus reduzierte sich im Laufe der Jahre, besonders ausgeprägt auf der pädiatrischen Abteilung. Während in den 60er Jahren die Verweildauer noch bei 28 Tagen lag, fiel sie im Jahr 2004 auf 4–5 Tage.

Abb.: Die Verweildauer eines Patienten fiel von ca. 28 Tagen im Jahr 1961 auf 4–5 Tag eim Jahr 2004

Es ist heute unvorstellbar, dass ein Kind, einmal stationär aufgenommen, noch wie vor ca. 30 Jahren durchschnittlich 4 Wochen im Krankenhaus bleibt. Die heutige Verweildauer beträgt für einen Großteil der Patienten 1-3 Tage. Die etwas höhere Durchschnittszahl ergibt sich aus dem immer noch relativ langen Aufenthalt der unreifen, frühgeborenen Kinder.

Für die chronisch kranken Patienten wurden immer wieder Einladungen und Sommerfeste organisiert. Beim Sommerfest im Juli 1997 konnten wir 300 Besucher begrüßen.

Abb.: Luftballonwettbewerb beim gemeinsamen Sommerfest der Kinderstation und des Sozialpädiatrischen Zentrums

Eine wichtige Säule pädiatrisch qualitativ hochwertiger Arbeit ist die Zusammenarbeit zwischen Klinikärzten und niedergelassenen Kinderärzten. Bereits seit 1985 werden regelmäßige Treffen organisiert, bei denen Problemthemen gemeinsam abgehandelt und Leitlinien hierzu besprochen werden. Im Jahr 1995 wurde offiziell ein bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern angemeldeter Qualitätszirkel gegründet (Kapitel 8), der sich mehrmals pro Jahr trifft, um die anstehenden Informationen weiterzugeben und abzustimmen.

Abb.: Fachdiskussion zwischen Kinderabteilung und niedergelassenen Kinderärzten, hier zwischen Oberarzt Dr. Käsbauervon der Kinderstation und Herrn Dr. Staudt, Neuötting, dem Leiter des Qualitätszirkels



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