Montessori-Heilpädagogik

Im Kinderzentrum München wurden 1967 unter der Leitung des Kinderarztes Prof. Dr. Hellbrügge die Elemente der Montessori-Pädagogik zu einer ärztlichen Heilpädagogik erweitert. Leitthema wurde: 

"Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen." 

Aufgabenfeld – Berufsverständnis der Montessori-Heilpädagogen: 

Die Montessori-Heilpädagogik sieht ihre konkreten Aufgaben im ganzheitlichen Erfassen der Entwicklungsauffälligkeiten in Zusammenhang mit den psychosozialen Bedingungen, in der Stärkung des Selbstbewusstseins "der Patienten" und setzt systematisch auf die Mithilfe der Eltern oder anderer Bezugspersonen des Kindes. Die vorhandenen natürlichen Lernprozesse in der Familie werden den Eltern erklärt. Es wird versucht, sie systematisch anzuwenden und so zu verstärken.

Dieser sozialpädiatrische Ansatz der Montessori-Heilpädagogik berücksichtigt eher "indirekt" die kognitiven Fähigkeiten der Kinder, legt in erster Linie Wert auf ihre Sozialentwicklung, das heißt die Erziehung zur Selbständigkeit, die Rollenfindung in der Familie und die Entwicklung der Gruppenfähigkeit. Es ist evtl. nach der Einzeltherapie eine Zweier- und Kleingruppentherapie sinnvoll.



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