Was passiert in der Musiktherapie? Welche Rolle spielt dabei die Musik?

Eine unserer großen Lehrerinnen und Vordenkerinnen, Gertrud Orff, formulierte es einmal so: "In der Musiktherapie spielt man mit Musik." Das Kind erlebt dabei die natürliche und mächtige Freude an der Musik, an der ungezwungenen Kommunikation und den eigenen Bewegungsmöglichkeiten.

Das Kind spürt, wie es seinen eigenen Rhythmus findet, Maß hält, wie sich Freude, Ärger und Wut anfühlen. Es erlebt sich selbst, erstens so, wie es ist, zweitens so, wie es einmal sein könnte, und vor allem so, wie es sein darf, wenn alle Widrigkeiten, die seinen Alltag beeinträchtigen, in den Hintergrund treten. Dann, wenn nur die Musik, der Tanz, das Spiel und das Gestalten gegenwärtig sind, wenn es den Raum mit seinem eigenen Klang ausfüllen und besetzen darf.

Abb.. Ich kann Trommeln

Am SPZ Inn-Salzach wird Musiktherapie einzeln und in kleinen Gruppen angeboten. Zur Therapie gehören regelmäßige Elterngespräche, gegebenenfalls werden die Eltern in die Behandlung mit einbezogen. Je nach Situation des Kindes werden therapeutische Ziele formuliert und mit den Eltern besprochen. Daran orientiert sich dann der musiktherapeutische Prozess, der schriftlich dokumentiert wird und somit eine längerfristige Überprüfung hinsichtlich Therapieprozess und -erfolg ermöglicht.



Copyright ZKJ
Altötting und
nytec-multimedia
2014