Wie gestaltet sich die Therapie?

Je nach vorliegendem Problem kann entweder eine Einzeltherapie oder eine Gruppentherapie sinnvoll sein. In der Einzeltherapie wird gezielt auf den Patienten eingegangen, es gibt Gelegenheit sich auszusprechen. Die Familie wird meist einbezogen und die Behandlung verläuft intensiver als in der Gruppe. Der unschätzbare Vorteil einer Gruppe liegt in der Interaktion zwischen den Teilnehmern. Außerdem fördert eine Gruppe die Erkenntnis, dass man nicht alleine ist mit seinen Problemen. Es gibt andere, denen es genauso geht und von deren Erfahrungen man profitieren kann.

Abb.: Bei bestimmten Therapieansätzen kann eine Gruppe wesentlich sinnvoller als eine Einzeltherapie sein. In diesem Fall wird eine Szene aus der Sozialen Kompetenzgruppe gezeigt

Einige Faktoren kommen im Falle einer Psychotherapie immer zum Tragen. Hierzu zählt besonders die positive Beziehungserfahrung, die man innerhalb des therapeutischen Rahmens erfährt. Da ungünstige Beziehungsmuster nachweislich einen hohen Zusammenhang mit psychischen Störungen haben, spricht die psychotherapeutische Situation direkt das Bindungsbedürfnis des Patienten an.

Auch das Bedürfnis eines jeden Menschen nach Orientierung und Kontrolle, das sich durch das psychische Problem verlieren kann, wird durch die Aufnahme einer Therapie befriedigt. Informationen über die eigene Störung zu Therapiebeginn, Informationen darüber, was der Patient selbst zur Behandlung beitragen kann und Transparenz des therapeutischen Vorgehens haben eine positive Bedeutung und sind unerlässliche Bestandteile.

Aufbauend auf diesen allgemeinen Faktoren einer Psychotherapie wird problemspezifisch interveniert. Löst man eine Komponente der Störung, z. B. die Erwartungsangst bei Panikattacken, so kann davon ausgegangen werden, dass sich eine Kettenreaktion in Gang setzt. Diese problemspezifische Intervention kann je nach Problem und Therapieart sehr unterschiedlich aussehen.

Nach der ausführlichen Diagnostik und Besprechung mit dem Patienten wird entschieden, ob und welche Therapieverfahren zum Einsatz kommen.

Abb.: Familiengespräch zu Therapiebeginn zur Festlegung des Therapieziels und des Therapieablaufes

Die häufigsten verwendeten Psychotherapieverfahren sind:

  • die Verhaltenstherapie
  • die tiefenpsychologisch fundierte Therapie
  • die systemische Therapie/Familientherapie



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