Epilepsie Beratung

Epilepsie Beratung München

"Ich habe mit dem Wort Epilepsie zuerst gar nichts anzufangen gewusst und war ganz unbefangen. Aber als ich sah, wie besorgt meine Eltern waren, wie sie mich auf Schritt und Tritt kontrolliert haben, da spürte ich, dass es etwas Schlimmes sein musste." 

(Zitat aus MOSES, Modulares Schulungsprogramm Epilepsie).

Epilepsie gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Einer von hundert Bürgern leidet statistisch gesehen an dieser organischen Krankheit des Gehirns. Trotz ihrer weiten Verbreitung ist das Wissen in der Bevölkerung um diese gesundheitliche Störung recht gering. Im Gegenteil: Es gibt kaum eine andere Krankheit, bei der es so viel Nichtwissen, Fehlinformationen und Vorurteile gibt wie bei den Epilepsien.

Das Anliegen der Epilepsie Beratung

Wenn Diagnose und medizinische Therapie feststehen, treten unterschiedliche psychosoziale Fragen und Probleme in den Vordergrund. Diese können mitunter schwerwiegender sein als die Erkrankung selbst. Es ist somit nicht nur die Auseinandersetzung Betroffenen und ihren Familien zu schaffen machen, sondern es sind auch die psychischen und sozialen Belastungen, die damit einhergehen.

Genau hier setzt die Arbeit der Epilepsie Beratung an. Sie hat das Ziel, die Lebensqualität von Betroffenen und von deren Angehörigen durch umfassende Beratung und Information zu verbessern.

Weil die Problemlagen epilepsiekranker Menschen vielschichtig sein können, liegt der Arbeitsschwerpunkt notwendigerweise in der individuellen Beratung. Im Einzelgespräch werden die persönlichen Fragestellungen erfasst und mit den Ratsuchenden gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet.

Eltern epilepsiekranker Kinder informieren sich meist ausführlich über das Krankheitsbild Epilepsie. Wenn sie plötzlich erfahren, dass ihr Kind epilepsiekrank ist, sehen sie sich vielen Fragen und Sorgen gegenüber: Die Angst, bei den immer wieder auftretenden Anfällen nicht richtig helfen zu können, die unsichere Frage, wie Verwandte, Freundinnen und Freunde, Nachbarn, Erzieherinnen, Lehrer und Mitschüler auf die Krankheit des Kindes reagieren werden, die Ungewissheit, wie sich die Zukunft ihres Kindes entwickeln wird; all dies belastet und hat häufig zur Folge, dass Eltern mit ihrem anfallkranken Kind nicht mehr unbefangen umgehen können. Fast zwangsläufig gerät so das epilepsiekranke Kind in eine Sonderstellung. Wo die Epilepsieerkrankung des Kindes zu familiären Problemen führt, kann der paar und familientherapeutische Ansatz wirkungsvolle Unterstützungen geben.

Erwachsene Betroffene haben häufig Fragen zu Ausbildung und Beruf, zu Mobilität und Freizeit oder zu arbeitsrechtlichen Themen, z. B. bei Konflikten am Arbeitsplatz.

Darüber hinaus wird oft gefragt, welche Einschränkungen im Alltag wirklich notwendig Möglichkeiten es gibt, mit Epilepsie den Lebensraum nicht unnötig einzuengen.

Patientenschulung

Neben den Einzelgesprächen führt die Epilepsie Beratung die Patientenschulung MOSES (MOdulares Schulungsprogramm EpilepSie) durch.

In diesem Schulungsprogramm informieren Experten Betroffene und Angehörige über die Erkennung und Behandlung der Epilepsie. Soziale, emotionale, berufliche und rechtliche Aspekte, die sich in Folge der Erkrankung ergeben, werden in der Schulung behandelt. Die Aussage: "Ich habe Epilepsie und mir geht es gut" wird gemeinsam und durchaus kontrovers diskutiert. In der aktiven Auseinandersetzung werden Lebensperspektiven eröffnet.

Das speziell für Eltern und Kinder neu entwickelte Schulungsprogramm FaMOSES befindet sich momentan in der Erprobung und wird voraussichtlich ab Beginn 2006 angeboten.

Epilepsie Beratung – Kontaktstellen

Nicht zuletzt nutzen Fachleute im Rahmen der kollegialen Beratung (aus Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Arbeitsämtern, Kindergärten, Schulen, Berufsbildungswerken) die Epilepsie-Beratung München, deren Träger die Innere Mission München ist.

Sie unterhält eine Außenberatung im SPZ Altötting und in Traunstein. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos. Termine für persönliche Gespräche können telefonisch mit dem Sekretariat in München oder im ZKJ Inn-Salzach vereinbart werden.

Epilepsie Beratung
Landshuter Allee 38 b,
80637 München
Tel.: 089-12 69 91- 432



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