Einzelarbeit und Gruppenangebote

Die Arbeit direkt am Kind, welche den größten Teil der Sozialen Arbeit im SPZ darstellt, lässt sich in die Bereiche "Gruppenarbeit" und "Einzelförderung" aufteilen.

In der Einzelarbeit lassen sich zum einen im innerfamiliären Bereich, wie z. B. beim Fertigen der Hausaufgaben, Geschwisterrivalitäten etc., zum anderen auch im funktionellen Bereich durch Übungen Veränderungen erzielen.

Eine große Rolle spielen dabei die Förderung der Konzentration und Aufmerksamkeit sowie Übungen im Lesen und Schreiben. Hierzu werden spezielle Programme auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zugeschnitten.

Abb.: Therapie bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, hier mit Übungsmaterial Lesen

Abb.: LRS-Training mit dem Computer

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Wahrnehmungsschulung dar. In diesem Bereich wird zum Teil auf computergestützte Materialien zurückgegriffen.

Auf emotionale Probleme, wie z. B. mangelndes Selbstbewusstsein, geringe Frustrationstoleranz, hohes Aggressionspotential (evtl. aufgrund von Scheidung oder Trennung der Eltern, Verlust/Tod einer Bezugsperson, Schulwechsel, Geburt eines Geschwisterchens o. Ä.) wird individuell eingegangen.

Darüber hinaus können jedoch noch Probleme im Umgang mit anderen (Kindern oder Erwachsenen) bestehen. Diese können im Gruppensetting effektiver bearbeitet werden. Im SPZ werden für jedes Alter Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten (Soziale Kompetenz, Psychomotorik) angeboten.

Abb.: Durch Rollenspiele werden Lösungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen eingeübt

Soziale Kompetenz und eine konfliktfreie Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen lassen sich in der Gruppe gut mit Kindern trainieren und ausformen. Hier treten Konflikte zwangsläufig auf und können aus pädagogisch-therapeutischer Sicht genutzt werden.

In Psychomotorikgruppen haben Kinder, die wegen motorischer oder sozialer Verhaltensauffälligkeiten häufig einen Außenseiterstatus einnehmen, die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen positive Erfahrungen mit Gleichaltrigen zu erleben. Dieser Prozess wird von Seiten der Gruppenleitung aktiv unterstützt. Um einen optimalen Verlauf zu gewährleisten, werden die Gruppenangebote immer von 2 Therapeuten betreut. Hier findet eine enge Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen, z. B. Ergotherapeut, Psychologe etc., statt.

Abb.: Gemeinsamer Aufbau einer Spiellandschaft in der Gruppe zur Förderung sozialer Fähigkeiten



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