Hausbesuche

In manchen Fällen ist es angebracht, die pädagogischen Maßnahmen und Beratungen bei den Familien zu Hause durchzuführen.

Anlass regelmäßiger Hausbesuche können organisatorische Gründe sein, wie z. B. fehlende Fahrmöglichkeiten o. Ä. Der Sozialpädagoge gibt dann vor Ort Hilfestellung bei der Strukturierung des Haushaltes und des Tagesablaufes. Zudem werden die Eltern zur entwicklungsadäquaten Förderung ihres Kindes angeleitet und entsprechendes Spielmaterial wird eingeführt.

Abb.: Hausbesuch durch die Sozialpädagogin, in diesem Fall zur Therapie

Ein einmaliger Hausbesuch kann angestrebt werden, um das Kind in der gewohnten Umgebung kennen zu lernen. Kinder mit sozialen Verhaltensauffälligkeiten (Ängstlichkeit, Aggressivität usw.) benehmen sich zu Hause oft anders als in einer fremden Situation. Durch die neu gewonnenen Eindrücke können sich so ergänzende Ansatzpunkte für die weitere Förderung ergeben, z. B. hinsichtlich bestehender Geschwisterrivalitäten, Spiel und Erziehungsverhalten der Eltern, Wohnsituation u. Ä. Der Hausbesuch ist als ein zusätzliches Mittel der sozialpädagogischen Arbeit anzusehen, um die "Hilfe zur Selbsthilfe" einzuleiten und im häuslichen Umfeld umzusetzen.



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