Vorsorgeuntersuchung Hüfte

Für eine gesunde körperliche Entwicklung ist ein intaktes Hüftgelenk unerlässlich. Durch eine ärztliche Untersuchung lässt sich häufig der Verdacht auf eine Störung im Bereich des Hüftgelenks stellen, aber andererseits eine Fehlbildung nicht mit letzter Sicherheit ausschließen.

Die einzig sichere Untersuchung zum Ausschluss einer Störung im Bereich des Hüftgelenkes ist eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte (Kapitel 13.1). Diese sollte routinemäßig im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden und wird auch von den Krankenkassen vergütet.

Abweichend von diesem Vorgehen sollte bei allen Kindern mit einem besonders hohen Risiko einer Hüftdysplasie diese Untersuchung schon in den ersten Lebenstagen bzw. den ersten 1 – 2 Wochen vorgenommen werden. Ein besonderes Hüfterkrankungsrisiko haben Kinder, bei denen während der Schwangerschaft eine abweichende Lage im Mutterleib vorlag (z. B. Steißlage, Beckenendlage). Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko bei Kindern, in deren Verwandtschaft eine Hüftgelenksfehlbildung aufgetreten ist.

Wenn bei Vorliegen eines dieser beiden Risikofaktoren die Ultraschalluntersuchung der Hüfte nicht im Krankenhaus während der ersten Lebenstage gemacht wurde, sollten Sie sich innerhalb der ersten zwei Lebenswochen an den Arzt wenden, bei dem Sie das Kind auch später betreuen lassen wollen. Dieser wird, falls er es für erforderlich hält, eine Hüftsonographie selbst durchführen oder veranlassen.

Abb.: Ultraschalluntersuchung der Hüfte bei einem Neugeborenen



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