Impfungen

Die effektivste Vorsorge (Prophylaxe) von Krankheiten ist die Impfung. Durch Impfungen wurden bereits lebensgefährliche Krankheiten wie die Pocken ausgerottet, andere - wie die Kinderlähmung (Polio) sind zumindest in unserer Region kurz vor der Ausrottung. Das Impfprogramm wird ständig modifiziert und in den letzten Jahren auch entsprechend dem technischen Fortschritt erweitert.

Die BCG-Impfung gegen Tuberkulose wird nicht mehr empfohlen. Ein besonderes Risiko besteht jedoch, wenn in der Wohngemeinschaft bzw. im engeren Lebensraum des Neugeborenen ein ansteckender Tuberkulosekranker lebt oder wenn die Eltern aus Staaten mit einer hohen Tuberkuloserate stammen.

Bereits in den ersten Lebenswochen kann die Hepatitis-B-Impfung (Impfung gegen infektiöse Leberentzündung) eingesetzt werden. Das Impfkonzept sieht die Hepatitis-B-Impfung jedoch erst später vor. Somit werden alle Impfungen derzeit erst ab dem 3. Lebensmonat gegeben. Sie sollten den Impfplan mit Ihrem Arzt am besten bei der U 3 oder spätestens U 4 besprechen. Auf alle Fälle wird die Impfung der Kinder empfohlen gegen:

  • Diphtherie
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Hepatitis B
  • Haemophilus B (HiB, v. a. gegen Meningitis)
  • Pneumokokken
  • Masern, Mumps, Röteln
  • Windpocken

Diese Impfungen sollten zwischen dem 3. und 18. Lebensmonat durchgeführt werden. Wiederholungsimpfungen sind dann erst ab dem 6. Lebensjahr notwendig. Die Keuchhusten-Impfung hat seit 1995 durch die Neueinführung des azellulären Impfstoffes an Gefahr verloren. Die Empfehlung zur Schluckimpfung wurde im Jahr 1997 aufgehoben, stattdessen soll gegen Polio (Kinderlähmung) wegen der geringeren Komplikationsgefahr für den Impfling und die Angehörigen jetzt in Form einer Spritze geimpft werden. Die Impfplanänderung wurde durch den großen Erfolg der Schluckimpfung möglich. Nachdem die Kinderlähmung bei uns fast ausgerottet ist, ist (nur!) die Schluckimpfung durch ihre Eigenschaft, in seltenen Fällen Polio selbst zu erzeugen, zu gefährlich geworden.

Im Laufe des Jahres 2000 wurden Kombinationsimpfstoffe mit 4 – 6 Impfbestandteilen zugelassen, wodurch bei gleicher Impfeffektivität die Zahl der Spritzen erheblich reduziert wurde. 

Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, ob speziell für Ihr Kind zusätzlich eine der folgenden Impfungen sinnvoll ist:

  • FSME (Hirnhautentzündung nach Zeckenbiss in bestimmten Regionen) ab dem 2. Lebensjahr
  • Grippeimpfung
  • Meningokokken bei besonders gefährdeten Kindern (Frühgeborenen, chronisch Kranken u. a.)
  • spezielle Impfung vor Reisen in das Ausland



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